Aufgrund sich ständig ändernder Technologien verzichte ich momentan auf eine genauere Beschreibung des Skiaufbaus. Eine möglichst allgemeingültige Beschreibung wird hier später einmal zu finden sein. Bis dahin empfehle ich den Gang ins Fachgeschäft!
Zielgruppeneinteilung:
Allround: Einsteiger bis mittleres Fahrkönnen, Genuss-Skiläufer, Einstieg in Carvingtechnik
Skicharakteristik: leichte Schwungauslösung, guter Kantengriff aber Fehlerverzeihend,
mittlere Skitaillierung; Längenempfehlung: Körpergröße minus 10 – 20 cm
Sport: Fortgeschrittene und sportliche Skiläufer, sportliche Carvingtechnik
Skicharakteristik: zielgenaue Steuerung, hohe Eigendämpfung/Laufruhe, sehr guter
Kantengriff, spezifische Taillierung
Fun: mittleres und sportliches Fahrkönnen, reine, extreme Carvingtechnik (Spaß/Fun)
Skicharakteristik: leichte und sehr schnelle Schwungauslösung auf der Kante, sehr
guter Kantengriff, stark tailliert
Freeride: Mittleres und sportliches Fahrkönnen, freies Fahren im Gelände bevorzugt
Skicharakteristik: insgesamt breiterer Ski für mehr Auftrieb und leichteres Aufkanten,
Ski für jede Situation
Alpinski-Sicherheitsbindungen:
Als vor mehreren Jahrzehnten der Skisport mehr und mehr zunahm stieg auch die Anzahl der Verletzungen bei Stürzen im Bereich Knöchel bis Knie. Um hier wirksam Verletzungen vorzubeugen wurden „Sicherheitsbindungen“ entwickelt, die den Skischuh ab einer bestimmten Belastung freigeben sollten, so daß der Hebel, den der Ski bildet nicht mehr in der Lage sein sollte die Beine des Fahrers zu brechen. Diese Technologie wird bis heute immer weiter entwickelt, so daß heutige Bindungen auch diagonal (bei Drehstürzen) auslösen, und sehr individuell, dem Körperbau des Fahrers entsprechend im Auslösewert eingestellt werden können. Um zu verhindern, daß der Ski zum tödlichen Geschoß wird ist im Fersenbereich eine Skibremse in Form von wei seitlich angebrachten „Armen“ angebracht, die durch den Skistiefel beim Fahren oben gehalten werden.
Heutige Bindungen können je nach Konstruktionsweise, Standerhöhung oder zusätzliche Technologien auch das Fahrverhalten des Skis beeinflussen (z.B. zusätzliche Vorspannung).
Tools:
Der neue Trend auf den Pisten heist „Tools“ diese 80 bis 120 cm kurzen Ski sind ein reines Spaßgerät, die einfach alles möglich machen. Vorwärts und rückwärts carven, springen, Fahren in der Halfpipe, oder einfach nur ohne wirklich vorhandenes können erste Erfolge beim Skifahren erleben. Die Starke Tailierung ermöglicht wie bei „Funcarvern“ ein sehr extremes Carven, und die Kürze dieser Tools macht sie auch für sehr ungeübte Skifahrer auf fast jeder Piste kontrollierbar.
Auf Grund der geringen Länge genügen hier sehr einfache Bügelbindungen ohne Auslösemechanismus. Erst ab einer Länge vom einem Meter werden Sicherheitsbindungen notwendig um den Fahrer vor den beim Sturz auftretenden Kräften zu schützen.
Tourenbindungen:
Tourenbindungen sind entsprechend den Tourenski sehr leicht konstruiert um beim Aufstieg kraft zu sparen. Ebenfalls für den Aufstieg (oder auch für die Telemark-Technik) läßt die Bindung sich im Fersenbereich vom Ski lösen, so daß „Gehbewegungen“ möglich werden. Tourenbindungen lassen sich wie Alpin-Sicherheitsbindungen einstellen, so daß sie bei bestimmten auftretenden Kräften den Schuh herauslösen. Damit die Ski in diesem Fall im Tiefschnee nicht verloren gehen, sind Tourenbindungen mit einem Fangriemen ausgestattet, der am Fahrer befestigt wird.
Optional kann auch hier eine Skibremse angebracht werden. Des Weiteren gibt es als Zubehör sogenannte „Harscheisen“, die aus metall gearbeitet unter dem Ski auch auf hartem Untergrund greifen,und so auch auf vereisten Strecken den Aufstieg ermöglichen.
Tourenski:
Tourenski sind in Form und Länge ähnlich den „Freeride-Carvern“ aufgebaut. Um aber den Aufstieg zu erleichtern sind sie so konstruiert, daß sie ein möglichst geringes Gewicht aufweisen. Damit bei der Abfahrt in unberührtem Gelände Unebenheiten möglichst gut ausgeglichen werden sind Tourenski zumeist mit integrierten Dämpfungsmechanismen ausgestattet, die den Ski ruhig halten, und den Fahrer vor Vibrationen schützen. Die Breite des Skis dient wie im Freeride-Bereich dem besseren Auftrieb im Tiefschnee.
Als Zubehör für den Ski ist vor allem das „Steigfell“ zu nennen, das unter dem Belag angebracht wird, und dem Ski Haftung für den Aufstieg gibt. Früher handelte es sich tatsächlich um Felle, während heute synthetische, Filzartige Materialien verwendet werden.
Alpinskistiefel:
Ein perfekt passender Skistiefel bedeutet für den Skifahrer nicht nur mehr Komfort, sondern sorgt auch für eine direkte Übertragung der Schwungbewegung des Körpers auf den Ski. Deshalb ist die Wahl des richtigen Skischuhs mitentscheidend für eine gute Performance auf der Piste.
Die Idee des anpassbaren Innenschuhs ist nicht neu, denn schon lange hat man versucht, der Individualität des menschlichen Fußes gerecht zu werden und Innenschuhe zu entwickeln, die sich dem Fuß anpassen und nicht umgekehrt. Diese Verfahren erforderten jedoch aufwändige Prozeduren, die - einmal durchgeführt - nicht mehr rückgängig zu machen waren.
Ein perfekt passender Skistiefel bedeutet für den Skifahrer nicht nur mehr Komfort, sondern sorgt auch für eine direkte Übertragung der Schwungbewegung des Körpers auf den Ski. Deshalb ist die Wahl des richtigen Skischuhs mitentscheidend für eine gute Performance auf der Piste.
Heute wir ein thermoformbares Material verwendet, das durch Erwärmung weich wird und wie ein Hefeteig aufgeht. In diesem Zustand zieht man den Skischuh an, wobei sich der Innenschuh innerhalb weniger Minuten an die Fußform anpasst.
Nach Erkalten des Materials ist die innere Form des Innenschuhs ein exakter Abdruck des Fußes. Das garantiert wirklich perfekten Halt und schließt Druckstellen völlig aus. Diese neue Technologie wird unter verschiedenen Bezeichnungen von allen großen Markenherstellern eingesetzt:
Als CUSTOM-FIT von SALOMON, QUICK-FIT von NORDICA, COMFORT-FIT von TECNO PRO, HEAT-FIT von HEAD und ULTRA-FIT von TECNICA.
Wie im Skibereich gibt es auch bei Skischuhen verschiedene Modelle für unterschiedliche Fahrertypen. Wünschen Sie einen besonders komfortablen Schuh, sollten Sie einer etwas breiter gearbeiteten Schale und einem bequemen Einstieg den Vorzug geben. Sind Sie eher sportlich orientiert, werden Sie eine enger anliegende, äußere Schale wählen und auf individuelle Einstellmöglichkeiten wie Canting und Flex-Verstellung achten.
Es gibt bei nahezu allen Skistiefelmodellen ein dazugehöriges Damenmodell, das wie in anderen Schuhbereichen auch anatomisch angepaßt ist. Z.Bsp. durch einen schmaleren Leisten, Standerhöhungen im Fersenbereich, und einen an der Wade leicht nach unten ausgeschnittenen Schaft. Andere Funktionen werden ohne Veränderungen auf Damenstiefel übernommen.
Langlauf-Ski:
Der nordische Langlaufsport ist das Jogging für Wintersportler. Die Ski sind bedeutend länger als im Alpinbereich, schmaler und leichter. Die Vorspannung des Skis sollte das Körpergewicht des Langläufers tragen, so daß der unterhalb der Bindung befindliche Steigbereich nur dann aufliegt, wenn nur ein Bein belastet wird. Die Länge des Skis ist also nicht von der Körpergröße, sonder vom Körpergewicht des Fahrers abhängig. Der Steigbereich muß bei Wachsskiern mit einem speziellen Steigwachs behandelt werden, damit der Ski auf dem Schnee greift und ein vorwärtskommen ermöglicht. Bei einem Schuppenski ist der Steigbereich im Gegensatz zum Gleitbereich in Schuppenform strukturiert. Hierbei unterscheidet man zwischen einer Positiv- und einer Negativschuppe. Während die sehr preisgünstige Positivschuppe aus dem Belag heraussteht, ist die Negativschuppe in den Belag hineingefräst.
LL-Bindungen:
Bei den Langlaufbindungen hat sich seit einigen Jahren die „Salomon SNS-Profil-Automatik“ durchgesetzt, die im Gegensatz zu älteren Modellen eine Führung über die gesamte Länge des Shuhs bietet, und damit ein seitliches Abrutschen vom Ski oder eine instabiles Gefühl verhindert. Der vordere Drehpunkt (Bereich zum Abrollen des Fußes) ist näher denn je an die Zehen herangerückt, wodurch eine möglichst natürliche Bewegung für den Fuß möglich wird.
LL-Schuhe:
Verschiedene Hersteller außer Salomon unterstüzen das SNS-Bindungs-/Sohlenprofil, wodurch der auch im Langlauf geltende Grundsatz für Schuhe unterstützt wird: Der Schuh muß RICHTIG passen und den Individuellen Ansprüchen des jeweiligen Sportlers genügen.