Rucksäcke
Wie jedes Sportgerät muß auch der richtige Rucksack den individuellen Bedürfnissen des Sportlers entsprechen. Geht es zum Beispiel darum, lediglich einen Reisetaschenersatz zu haben, der höchstens ein paar Minuten am Tag wirklich auf dem Rücken getragen wird, kann man ohne Gewissensbisse die Individuelle Anpassung hinter den Kaufpreis zurückstellen.
Soll der Rucksack jedoch tatsächlich auf Touren verwendet werden, so spielt diese Anpassung, sowie Ausstattung, Qualität und Tragekomfort die ausschlaggebende Rolle. Der Rucksack muß also sowohl in der Größe, d.h. in Volumen und Maßen, als auch in der Größe und Anpassbarkeit des Rückengestells, der Schulter und des Hüftgurtes an die jeweilige Person angepasst werden.
Hierbei gilt, daß der Hüftgurt so exakt und fest wie möglich auf der Hüfte aufsitzen muß. Die Höhe der Schultergurte sollte am Rückengestell so anzupassen sein, daß auch diese direkt am Körper anliegen. Nur so kann gewährleistet werden, daß das zusätzliche Gewicht mit geringstmöglichem Kraftaufwand und ohne Schädigung des Körpers (Wirbelsäule, Gelenke, Muskulatur) transportiert werden kann.
Hierbei ist natürlich auch darauf zu achten, daß der höchste Punkt des Rucksacks (inkl. Aufgepacktem Material) nicht oberhalb des Kopfes liegt. Es macht also wenig Sinn, einer 1,50 Meter großen Frau einen 70-Liter-Rucksack zu verkaufen, auch wenn dieser sich an die Rückenlänge anpassen ließe. Einerseits wäre diese Person kaum in der Lage, den voll bepackten Rucksack zu Tragen, und andererseits bestünde die Gefahr, daß das Verletzungsrisiko dadurch gesteigert wird, daß der Körper überlastet wird.
Wer wirklich eine Rucksack-Tour oder Bergtour plant, der reist mit minimalem Gepäck, nicht mit maximaler Belastung.
Wurde erst einmal herausgefunden, welcher Rucksack bzw. Hersteller in punkto Passform dem Kunden entspricht, kann man sich voll und ganz den Ausstattungsmerkmalen des Rucksacks widmen.
Das absolute Minimum an Ausstattung, daß ein Tourenrucksack bieten sollte ist ein teilbarer Innenraum, der im unteren Bereich ein kleineres Fach bildet, daß separat von außen zugänglich sein sollte. Gleichzeitig verbleibt im oberen Bereich ein Größeres Fach für den größten Teil der Ausrüstung. De Weiteren bieten Rucksäcke je nach gedachtem Einsatzgebiet eine Unterschiedliche Anzahl an zusätzlichen Taschen (z.B. verstecktes Wertfach oder Deckeltasche), sowie unterschiedliche Halterungen für z.B. Steigeisen, Wanderstöcke und sonstiges zubehör, das zwar nicht permanent in Gebrauch ist, aber auch leicht zugänglich sein muß.
Auch erwähnt werden sollte, daß Rucksäcke grundsätzlich nicht Wasserdicht sind. Zum Schutz vor länger andauerndem Regen lassen sich z.B. Regenschutzhüllen verwenden, die in einigen Rucksäcken (meist im Boden) bereits integriert sind. Sollte man eine Bootstour planen, so empfielt es sich seine Ausrüstung um einen wasserdichten Packsack zu erweitern, in dem das Gepäck auch beim Kentern des Bootes geschützt ist.
Rucksäcke sind also Grundsätzlich individuell an den Kunden anzupassen, wobei sehr stark nach Einsatzzweck und -gebiet differenziert werden kann und sollte.