Golf
Der Golfsport stellt wohl eine der komplexesten Sportarten dar. Dies trifft nicht nur auf das äußerst komplizierte Spiel zu, sondern auch auf die dafür entwickelten Schläger, Bälle, Schuhe, Caddys usw.!
Golf ist allerdings auch die Sportart, die in den letzten Jahren die größten Zuwachsraten zu verzeichnen hatte, was deutlich signalisiert, daß der Golfsport auch in Deutschland, wie es in anderen Ländern (UK, USA) schon lange der Fall ist, zum Volkssport wird.
Caddys:
Der Golfcaddy erfüllt „eigentlich“ nur die Funktion, den Spieler zu entlasten, indem dieser seine Tasche (Bag) und die Schläger nicht tragen, sondern bequem hinter sich herziehen kann. Dennoch hat der Caddy mit der Zeit auch weiter Funktionen übernommen, bzw. annehmen müssen.
Am weitesten haben sich die sogenannten Klappcaddys (s.Abb.) durchgesetzt, die zusammenklappbar sind, und somit bedeutend platzsparender und leichter zu transportieren sind, als ihre starr montierten (allerdings meist komfortableren) Gegenstücke.
Ebenfalls in der Abbildung zu erkennen ist der inzwischen fast zur Standardausstattung gehörende, knapp unter dem Griff montierte Scorecardhalter. Dieser ermöglicht es zum Einen die Scorkarte spritzwassergeschützt und leicht erreichbar unterzubringen, und bietet zum Anderen eine geeignete Schreibunterlage für die Eintragungen. Zudem sind meistens Halterungen für zwei Bälle und zwei bis vier Tees hieran angebracht.
Das Gestell eines Caddys wird zumeist aus Alluminium gefertigt, wodurch ein geringes Gewicht, und ausreichende Stabilität gewährleistet werden. Die Räder sind generell Kugelgelagert, wobei die Größe der Räder recht stark variiert. Mit zunehmender Größe der Räder wird der Caddy laufruhiger und leichter (mit weniger Kraftaufwand) zu ziehen
Neben den etlichen verschiedenen Modellen von starren und klappbaren Caddys gibt es außerdem elektrisch betriebene Caddys, die entweder selbständig fahren können, oder auch „lediglich“ über einen sensorgesteuerten Hilfsmotor verfügen.
Bags:
Die Golftasche, das Bag, ist der ständige Begleiter des Golfspielers. Wärend ander Sportler ihre Sporttasche nur bis zum Sport mitnehmen, ist das Golfbag gerade während des Sportes unverzichtbar.
Es gewährleistet sowohl den Schutz, also den sicheren Transport der Golfschläger, als auch deren ständige Erkennbarkeit („welchen Schläger ziehe ich da gerade heraus?“) und greifbarkeit. Hierzu werden die Golfschläger mit dem Kopf nach oben in das Bag gestellt. Wenn einem das hier entstehende heillose Durcheinander der Schläger zu viel wird, kann man auf Bags mit entsprechenden Einsätzen (Ordnung der Schläger durch eine feste Röhre pro Schläger), oder nachrüstbare Einsätze zurückgreifen.
Die an der Außenseite des Bags angebrachten Taschen emöglichen es, sowohl Bälle, Tees und anderes Zubehör, sowie auch Regenbekleidung mitzuführen, denn ein echter Golfspieler betreibt seinen Sport bei jedem Wetter.
Generell läßt sich zwischen zwei Arten von Taschen unterscheiden, die sich dann natürlich wieder in unzählige Varianten aufspalten.
Zum Einen die etwas größeren und stabileren Bags, die speziell für den Gebrauch auf Caddys konstruiert sind,und zum Anderen diejenigen Bags die speziell dafür kontruiert sind, getragen zu werden. Diese Bags sind zumeist etwas kleiner und leichter und verfügen über ein ausklappbares Gestänge, mit dessen Hilfe sie in jedem Gelände abgestellt werden können.
Golfschläger:
Der Golfschläger ist wohl direkt nach dem Ball das wichtigste Handwerkszeug des Golfspielers. Man unterscheidet hier nach „Eisen“ und „Hölzern“. Letztere Bezeichnung stammt noch aus einer Zeit, als diese Schläger tatsächlich aus Holz gefertigt wurden. Mitlerweile werden sowohl die einen, als auch die anderen Schlägertypen aus verschiedenen Metallen (z.B. Stahl, Titan, Tungsten etc.) gefertigt. Einfachere, preisgünstigere Schlägerköpfe werden hierzu meistens in einem Stück gegossen, während hochwertigere Schlägerköpfe geschmiedet und zum erzielen verschiedener Effekte (z.B. Fehlerverzeihung, Präzision, Trampolineffekt) aus verschiedenen Teilen in unterschiedlicher Art zusammengesetzt werden.
Hieraus ergibt sich natürlich auch ein unterschiedliches „Verhalten“ der Schläger, so daß hier für den Spieler gilt: es gibt nicht den besten Schläger, sondern nur den individuell für MICH besten Schläger!
Natürlich unterscheiden die Schläger sich auch im Schaft, der sowohl aus Stahl (konisch zulaufendes, gezogenes Stahlrohr), als auch aus Graphit und Materialmischungen bestehen kann. Des Weiteren werden die Schäfte mit unterschiedlicher Flexibilität angeboten. Je höher die Schlägerkopfgeschwindigkeit beim Schlag eines Spielers ist, desto härter muß der Flex des Schaftes sein. Die Bandbreite reicht vom L- (Damen) über R- (regular) bis zum S-Flex (stiff).
Die Länge des Schaftest richtet sich nach der Körpergröße und der Armlänge des Spielers, variiert aber selten um mehr als einen Inch. Da Damen im Durchschnitt kleiner sind als Herren und weniger Kraft aufbringen, werden Damenschläger mit einem kürzeren, flexibleren Schaft ausgestattet. Erst in den letzten Jahren hat die Anzahl der angebotenen „Seniorenschläger“ stark zugenommen. Der Schaft eines solchen Schlägers hat die länge eines regulären Herrenschaftest, aber einen geringeren (zwischen L- und R-Flex) Flex.
Die Schläger werden zur Einteilung mit Zahlen markiert. Diese beziehen sich wiederum indirekt auf den Loft (Winkel der Schlagfläche zum Boden) des Schlägers. Grundsätzlich gilt: je kleiner die Zahl (Benennung des Schlägers), desto geringer, also steiler ist der Loft.